Studie: Mehrheit der Arbeitnehmer unterschätzt Löhne in der Zeitarbeit

2014-05-16 14:03 von Connect GmbH

82,7% der Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden glauben, in der Zeitarbeit müssten die Tarifverträge deutlich angehoben werden, um den Mindestlohn von 8,50 im Jahr 2016 zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Arbeitsmarkt 2014 - Perspektive der Arbeitnehmer", die von dem Personalunternehmen Orizon in Auftrag gegeben wurde. "Das Ergebnis überrascht, denn die Einschätzung entspricht in keiner Weise der Faktenlage", sagt Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer der Orizon GmbH. "In Sachen Mindestlohn sind wir Vorreiter und nicht Nachzügler", stellt er fest. Bereits 2013 handelten der DGB und die Verbände der Personaldienstleister (iGZ und BAP) Tarifverträge aus. Diese beinhalten einen Mindestlohn von 8,50 Euro in den alten Ländern und 7,86 Euro in den neuen Ländern (einschließlich Berlin). Der Mindestlohn, über den die Politik noch diskutiert, ist in der Zeitarbeit bereits seit Beginn dieses Jahres Realität.

(Anmerkung der Redaktion: Der von der Koalition geplante Mindestlohn soll Anfang 2015 in Kraft treten, sieht jedoch Ausnahmen für bestehende tarifliche Regelungen bis maximal Ende 2016 vor. Für das Tarifgebiet Ost ist das Erreichen des geplanten Mindestlohnes von 8,50 in der Zeitarbeit für den 01.06.2016 tariflich vereinbart.)

Quelle: Orizon

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