Produktionsverlagerung ins Ausland statt Zeitarbeit

2013-12-13 11:12 von Connect GmbH

 

Das Zuliefererunternehmen Marquardt, einer der so genannten Hidden Champions aus dem deutschen Mittelstand, wird offenbar ab Ende 2014 auf Zeitarbeitnehmer in Deutschland verzichten und stattdessen Teile seiner Produktion in das Ausland verlagern. Dies berichtet heute die Online-Ausgabe des Schwarzwälder Boten. Das Unternehmen, das sich auf elektromechanische und elektronische Schaltsysteme spezialisiert hat, beschäftigt unter anderem auch Zeitarbeitnehmer, die durch Personaldienstleister häufig auch als nicht und gering Qualifizierte in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. 

Eine  Betriebsvereinbarung bei Marquardt sieht laut Medienbericht vor, „alle Zeitarbeitnehmer im direkten Bereich abzubauen“. Von 240 Zeitarbeitnehmern würden 15 befristet übernommen – die anderen Arbeitsplätze würden dann künftig an die Standorte Mexiko, Rumänien und Tunesien verlagert. „Wir können uns definitiv nicht leisten, Dutzenden oder sogar einer dreistelligen Zahl an Mitarbeitern auf einen Schlag einen festen Arbeitsplatz anzubieten“, so das Unternehmen gegenüber dem Schwarzwälder Boten im Mai dieses Jahres.

„Wir prüfen aktuell, welche Qualifikationen wir in Deutschland langfristig noch beschäftigen wollen. Dabei steht die Wettbewerbsfähigkeit im Fokus“, sagte der Unternehmenssprecher von Marquardt. Verlagert werden sollen nach jetzigem Stand Tätigkeiten in der Montage, der Lackiererei sowie der Kunststofffertigung. Der Schwarzwälder Bote weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass einfache Tätigkeiten in der Zeitarbeit durch die Branchenzuschlagstarifverträge, mit denen Zeitarbeitnehmer in Stufen an Equal Pay herangeführt werden, teurer geworden sind.

Quelle: BAP

Zurück